Gedenken an Adolf Reichwein
Oliver Krügel • 21. Oktober 2019
Großer Andrang im großen Sitzungssaal des Kreishauses
Am 20.10. feierte die Stadt Bad Ems gemeinsam mit dem Rhein-Lahn-Kreis und der Verbandsgemeinde Bad Ems - Nassau eine Gedenkstunde für Adolf Reichwein, Widerstandskämpfer im nationalsozialistischen Deutschen Reich und Sohn unserer Stadt. Die Verantstaltung war überdurchschnittlich gut besucht, sodass weitere Sitzmöglichkeiten organisiert werden mussten.
Zu den Sprechern zählten unter anderem der Landrat Frank Puchtler und der Historiker Dr. Amlung. Für die Stadt Bad Ems habe ich ein Grußwort gesprochen, welches im Anschluss an diesen Beitrag zu finden ist. Die Kreismusikschule hat zwischen den Wortbeiträgen den musikalischen Rahmen in würdiger Weise geschaffen. Herr Dr. Amlung berichtete ausführlich über das Leben und Wirken Reichweins. Landrat Puchtler verlas den letzten Brief Reichweins an seine Tochter. Diesen verfasste Reichwein wenige Tage vor seiner Hinrichtung, die am 20. Oktober 1944 in Berlin-Plötzensee vollzogen wurden. Die Zeilen des Abschiedsbriefes berührten die Zuhörer merklich und schafften einen bewegenden Abschluss dieser gelungenen Veranstaltung.
Weitere Informationen zu Adolf Reichwein sind unter anderem auf Wikipedia zu finden unter https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Reichwein
*** Grußwort ***
Wir erinnern heute an Adolf Reichwein.
Warum tun wir das in dieser Form?Weil er aus Bad Ems stammte? Hier wurde er geboren, hier war sein Vater Lehrer – darüber wird uns Herr Dr. Amlung berichten. Aber die Familie verließ Bad Ems bereits, als Reichwein noch ein kleines Kind war. So wird er wenige Erinnerungen an Bad Ems gehabt haben, weniges wird ihn mit seiner Geburtsstadt verbunden haben. Gewiss hat er in den Hinterhöfen der Bleichstraße gespielt, hat vielleicht im Winter, wie viele andere Kinder damals, die Alte Kemmenauer Straße als Rodelbahn benutzt, hat vielleicht am Fenster des Hauses Bleichstraße Nr. 12 dem Vater nachgeschaut, wenn der morgens zur Stein-Schule gegangen ist. Die war damals im heutigen Alten Rathaus. Warum erinnern wir in Bad Ems an Adolf Reichwein?
Ich denke, wir dürfen dankbar sein, dass wir den Namen unserer Stadt verbinden können mit einem Menschen, der als aufrechter Demokrat den Nationalsozialisten die Stirn geboten und dafür sein Leben gegeben hat.
Reichwein war gewiss kein Held. Sicher hätte er sich dagegen verwehrt, so bezeichnet zu werden. Er hatte eine Grundhaltung, die schon sein pädagogisches Wirken prägte.
Er wollte junge Menschen im Geist der Freiheit zur Verantwortung erziehen. Und er hat diese Werte auch dann vertreten, als das Regime sie unterdrückte.
Damit wird er uns allen zum Vorbild. Erinnern wir uns an jene, die damals auch unter einem Terrorregime zu ihrer Überzeugung standen - und dafür mit dem Leben bezahlten. Es ist unsere Aufgabe, für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten.
Anders als Adolf Reichwein können wir das gefahrlos tun. Aber wir müssen es auch tun, denn Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit.
Wir müssen sie leben, indem wir demokratische Parteien wählen, indem wir Populisten entgegentreten, mit Argumenten und einem klaren Bekenntnis. Indem wir auch im Zeitalter von Twitter klarmachen: gute Lösungen und Antworten brauchen mehr als zwei Zeilen. Sie brauchen Tiefgang und den Nährboden des freien Austauschs von Meinungen.
In diesen Wochen haben sich junge Menschen, Schüler des Goethe-Gymnasiums wie auch der Realschule plus Bad Ems - Nassau, auf unterschiedliche Art mit dem Schicksal von Bad Emser Juden beschäftigt. Dadurch wurde der Holocaust ein Stück weit aus der Anonymität geholt.
An die Stelle einer schrecklichen Zahl – 6 Millionen Opfer – traten Namen und Orte, Namen von Bad Emsern, die sterben mussten, nur, weil sie jüdischen Glaubens waren, und Orte, an denen sie einst als ganz normale Bad Emser gelebt und gearbeitet hatten, als Kaufleute oder Handwerker, als Eltern oder Kinder. Ich bin überzeugt: Die jungen Menschen, die Stolpersteine poliert und sich mit dem Schicksal der Bad Emser Juden beschäftigt haben, die haben verstanden, wie wichtig Freiheit und Toleranz sind. Und wir verstehen, wie wichtig Erinnerungskultur ist.
Es ist wichtig, den Schicksalsweg zu verfolgen, den Menschen aus unserer Mitte gehen mussten von der Bad Emser Friedrichstraße oder der Römerstraße zu den Vernichtungslagern der Nazis. Es ist wichtig, den Weg eines aufrechten Menschen zu verfolgen, von seinem Geburtsort Bad Ems bis Berlin Plötzensee. Es ist gut und heute vielleicht wichtiger denn je, daran zu erinnern, wofür Adolf Reichwein gestanden hat und wofür er gestorben ist.
Bekennen wir uns zu seinen, zu unseren Werten, im Alltag und vor allem auch dann, wenn es einmal nicht so leichtfällt. Das sind wir jenen schuldig, die es uns unter ganz anderen Bedingungen vorgelebt haben. Ich wünsche uns eine gute und informative Veranstaltung und danke Herrn Dr. Ulllrich Amlung für seinen Beitrag dazu.
Gestern Abend wurde Uwe Kewitz vom Fachbacher Gemeinderat zum neuen Ortsbürgermeister gewählt und tritt damit die Nachfolge von Thorsten Heibel an. Für mich war es selbstverständlich und ein echtes Bedürfnis, Uwe persönlich zu seiner Wahl zu gratulieren und ihm für seine neue Aufgabe alles Gute, viel Erfolg und stets eine glückliche Hand zu wünschen. Genauso wichtig war es mir, seinem Vorgänger Thorsten Heibel meinen Respekt und Dank für seinen Einsatz und seine geleistete Arbeit für die Ortsgemeinde Fachbach auszusprechen. Kommunalpolitisches Engagement ist alles andere als selbstverständlich und verdient Anerkennung. Es war ein schöner Abend mit guten Gesprächen und gut gelaunten Mitgliedern des Gemeinderates. Dabei war deutlich zu spüren: In Fachbach schaut man positiv nach vorne und zieht gemeinsam an einem Strang – auch über Parteigrenzen hinweg. Genau so verstehe ich Kommunalpolitik. Vor Ort geht es um Menschen, um gute Ideen und vor allem darum, gemeinsam Lösungen für die konkreten Sachthemen und Herausforderungen unserer Gemeinden zu finden. Entscheidend sind für mich dabei die Köpfe, das persönliche Engagement und der Wille, gemeinsam etwas zu bewegen – und nicht das Parteibuch. Ich wünsche Uwe Kewitz für sein neues Amt viel Erfolg und Fachbach für die kommenden Jahre alles Gute. Meine Unterstützung ist Fachbach gewiss.
Ein langes Wochenende mit zahlreichen Veranstaltungen und vielen persönlichen Begegnungen liegt hinter Oliver Krügel. Von Freitag bis Montag war er bei unterschiedlichen Festen und Veranstaltungen in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau unterwegs. Den Auftakt machte am Freitag das traditionelle Kirmesbaumstellen bei der Quetschekirmes in Dausenau . Dort war Krügel auch am Sonntag beim Frühschoppen zu Gast. Am Samstag standen die Wahlkampfstände in Bad Ems und Nassau auf dem Programm. In Singhofen besuchte er am Samstag den Fassanstich und den Luftballonumzug und ließ das lange Wochenende am Montag beim dortigen Frühschoppen ausklingen. Weitere Stationen waren das Familienfest der Weinfrauen in Nievern , ein Kabarettabend im Casablanca sowie der Tag des offenen Denkmals in Bad Ems. Auch beim Fischerfest des Fischereivereins Bad Ems schaute Krügel vorbei. Zuvor startete Krügel bereits früh in den Sonntag : Ab 8:00 Uhr war er an der Bäckerei Schäfer in Nassau und ab 9:30 Uhr an der Filiale in Singhofen anzutreffen, wo er Frühstücksmarmelade an die Frühaufsteher verteilte. Im Mittelpunkt standen für ihn dabei vor allem die vielen persönlichen Begegnungen und Gespräche mit den Menschen . „Zuhören, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam erleben, was unsere Heimat ausmacht – genau das ist mir wichtig“, so Krügel. Dabei betont er, dass seine Präsenz bei den Veranstaltungen in der Region nicht auf Wahlkampfzeiten beschränkt ist. Viele der Feste und Termine besucht Krügel seit Jahren regelmäßig. Für ihn gehören der persönliche Kontakt zu den Menschen und die Unterstützung des örtlichen Vereinslebens zu seinem Verständnis von kommunalem Engagement. Sein besonderer Dank gilt den zahlreichen Vereinen, Ehrenamtlichen sowie Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz solche Veranstaltungen möglich machen. „Unsere Heimat lebt vom Mitmachen, vom Miteinander und von den Menschen, die sich für sie engagieren“, so Krügel.
Auch in den letzten beiden Wochen vor der Bürgermeisterwahl setzt Oliver Krügel auf den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Neben zahlreichen persönlichen Gesprächen, Haustürbesuchen und Veranstaltungsterminen finden auch die bekannten Infostände in Bad Ems und Nassau wieder statt. Samstag, 29. August, 9 bis 12 Uhr Bad Ems: wechselnde Standorte im Stadtgebiet Nassau: am Amtsplatz Samstag, 5. September, 9 bis 12 Uhr Bad Ems: an der Volksbank Nassau: am Amtsplatz Darüber hinaus ist Oliver Krügel in den kommenden Tagen weiterhin in der gesamten Verbandsgemeinde unterwegs – bei Veranstaltungen , im Haustürwahlkampf und im persönlichen Gespräch mit den Menschen vor Ort . „Mir ist wichtig, bis zum letzten Tag und darüber hinaus ansprechbar zu sein und mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern persönlich ins Gespräch zu kommen. Wer eine Frage, ein Anliegen oder einfach Lust auf einen direkten Austausch hat, kann mich jederzeit gerne ansprechen“, so Krügel. Wer ein persönliches Gespräch oder einen individuellen Termin vereinbaren möchte, erreicht Oliver Krügel per E-Mail unter kontakt@oliverkruegel.de oder telefonisch unter 0171 4 27 26 87 .





